Software: SimX - Nadelantrieb - Wirkprinzip - Entwurfsparameter

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Experiment: Entwurfsparameter (Nennwerte)

Entwurfsparameter sind diejenigen Parameter des Modells, an denen das Optimierungsprogramm Veränderungen vornehmen soll, um eine optimale Lösung für die Optimierungsaufgabe zu finden. In die ersten Experimente wollen wir nur die folgenden vier Parameter einbeziehen:

  • CAD.d_Anker
  • Feder.k
  • Magnet.R (Einschaltzeit)
  • Nadel.x0 (Ruhelage)

Nun definieren wir die vier Entwurfsparameter im Workflow-Editor durch Einfügen > Entwurfsparameter > Nennwerte:

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  • In einem ersten Schritt erzeugt man dafür mit dem Workflow-Editor abstrakte Daten-Objekte. Diese Nennwert-Objekte kann man mittels Mausklick auf dem Workflow-Desktop ablegen:
    • Hält man dabei die Strg-Taste gedrückt, so kann man mehrere nacheinander ablegen.
    • Nach dem Platzieren des letzten Nennwerts beendet man den Vorgang mit der ESC-Taste.
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    Markierte Symbole kann man auf dem Workflow verschieben, so dass eine übersichtliche Anordnung entsteht.
  • Die Standardbezeichner Nennwert_x sollte man durch sinnvolle Namen entsprechend der konstruktiven Entwurfsgrößen versehen:
    • Eigenschaftsdialog über Doppelklick auf Symbol im Workflow-Editor
    • oder über das Eigenschaftsfeld des Nennwerts im OptiY-Explorer
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    • Hinweise: Einheiten und Kommentare der Entwurfsparameter werden im OptiY automatisch nach der Zuordnung zu den konkreten Parametern des SimulationX-Modells überschrieben! Dauerhafte Änderungen an Einheiten und Kommentare sind deshalb nur im SimulationX-Modell möglich.
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  • Die "abstrakten" Entwurfsgrößen sollen nun im Workflow den konkreten Modellparametern zugeordnet werden. Nach Doppelklick auf das SimulationX-Objekt erscheint wieder der Dialog zu den Modell-Eigenschaften:
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  • In der Liste der möglichen Objekte für eine Parameter-Verbindung müssen wir die gewünschten Parameter markieren und wählen danach das Register Eingang:
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  • Leider ist die Liste der SimulationX-Modellparameter sehr unübersichtlich, weil alle auf der obersten Modellebene verfügbaren SimulationX-Objekte angeboten werden (auch diejenigen aus dem Compound). Es wird keine Filter- oder Sortier-Funktion angeboten werden.
  • Eine Verbindung wird realisiert, indem man in den Listen den zu verbindenden Modellparameter und die zugehörige Eingangsgröße markiert. Erst nach Betätigen des Verbindungsbuttons (wie im Bild gezeigt), wird für die gewählte Eingangsgröße die Modellzuordnung hergestellt (erkennbar am Eintrag im Feld "Modellzuordnung" bei gewählter Eingangsgröße!).
  • Wichtig: Man sollte alle markierten Größen konsequent mit Modellparametern verbinden, bevor man den OK-Button drückt. Fehlt die Modellzuordnung für einen Eingang, so führt das später zu "unerklärlichem" Verhalten bei der Optimierung, denn die Verbindungslinie wird im OptiY-Workflow trotzdem generiert!

Nach Abschluss der Zuordnung erscheinen die Verbindungen im Workflow und können als Eigenschaft der Input-Größen angezeigt werden. Hier sollte man überprüfen, ob alle Zuordnungen korrekt erfolgt sind:

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Die Eigenschaften der Entwurfsparameter werden auf Basis der aktuellen Modellwerte mit Standard-Annahmen versehen:
Startwert:

  • Hier sollte der jeweils im Simulationsmodell für die Ausgangslösung eingestellte Wert unter Berücksichtigung der für den Parameter verwendeten physikalischen Einheit verwendet werden (im Beispiel: d_anker in [mm]).
  • Die Startwerte muss man manuell aus dem SimulationX-Modell übertragen (in früheren OptiY-Versionen erfolgte diese Übertragung automatisch bei der Verbindung der Nennwerte).

Grenzwerte:

  • Die Grenzwerte beschreiben den zulässigen Bereich für die jeweilige Entwurfsgröße.
  • Dafür setzen wir technisch-physikalisch sinnvolle Werte ein. Die Grenzen sollte man nicht zu eng wählen, damit die optimale Lösung innerhalb des Bereiches liegt!
  • Die Breite des Bereiches wird meist durch das technisch-physikalisch Sinnvolle beschrieben. So ist z.B. ein Ankerdurchmesser von 10 cm wahrscheinlich für unseren Antrieb etwas überdimensioniert. Nach unten wird der Ankerdurchmesser durch die maximal mögliche Magnetkraft beschränkt. 1 mm wird man dabei kaum unterschreiten können.
  • Wir verwenden folgende sinnvollen Grenzwerte für den Suchraum:
    • d_Anker = (4...14) mm
    • Feder_k = (0.5...100) N/mm
    • Magnet_R = (0.5...3) ms
    • Nadel_x0 = (0.2...2) mm