Software: CAD - Tutorial - Bauteil - Kantenbearbeitung

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Kantenbearbeitung (Fasen und Rundungen)

Zur Kantenbearbeitung stehen Fasen- und Rundungselemente zur Verfügung:

  • Dabei handelt es sich um platzierte Elemente, die als sogenannte "Abschluss-Elemente" verwendet werden.
  • Durch Fasen und Rundungen werden Kanten des Modells "zerstört" und stehen danach nicht mehr als Bezugsgeometrie zur Element-Definition Verfügung.
  • Deshalb sollte man diese Abschluss-Elemente erst anwenden, nachdem alle anderen Elemente des Bauteils fertig sind.


1. Fasen:

Fasen dienen der Verringerung der Verletzungsgefahr (Entgraten), der Vereinfachung der Montage, als Einführhilfe beim Gewindeschneiden oder nur der Ästhetik. Fasen werden in unterschiedlicher Weise im CAD-Modell oder in der Bauteil-Zeichnung berücksichtigt:

  • Keine Berücksichtigung, falls sich die Fasengröße automatisch aus dem technologischen Prozess ergibt (z.B. beim Gewindeschneiden oder beim Entgraten)
  • Im CAD-Modell als Fasen-Elemente, falls die Fasen das Aussehen des Bauteils merklich prägen bzw. funktionell in Simulationen (Bewegung oder Belastung) von Bedeutung sind.
  • Fasen-Bemaßung in der technischen Zeichnung für alle Fasen-Elemente des CAD-Modells.
  • Hinweis-Texte in der technischen Zeichnung für alle anderen Fasen.

Im Beispiel soll die Stirnfläche des Bolzenschaftes zur Unterstützung von automatisierten Montage-Prozessen mit einer Fase vom 2x2 mm versehen werden:

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2. Rundungen:

Das Abrunden von Kanten soll vor Verletzungen schützen, das Einführen in andere Werkstücke erleichtern oder dient der Ästhetik bzw. Haptik. Die senkrechten Kanten des Bolzenkopfes werden im Beispiel mit einem Radius von 2 mm abgerundet:

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  • Gleichartige Abrundungen sollen nach Möglichkeit als ein gemeinsames Element definiert werden.
  • Das ist hier kein Problem, wenn man die vier Kanten auswählt, bevor man dies mit OK bestätigt.