Software: CAD - Tutorial - Kinematik - Zapfen in Langloch

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Nur zur Information: "Zapfen in Langloch"
Software CAD - Tutorial - Kinematik - bolzen in langloch.gif

1. "Übergang" in kinematischer Kette

Des Gleiten eines Teils auf einem anderen (z.B. Zapfen in Langloch) funktioniert ohne Probleme. Problematisch ist die Übertragung der Bewegung über die Übergang-Abhängigkeit hinweg (Mitnahme der Langloch-Koppel durch den Bolzen z.B. am Anschlag):

  • Das funktioniert nur, wenn dabei ein kontinuierlicher Übergang von einer Fläche des Flächensatzes zur nächsten Fläche möglich ist.
  • Ein sprunghafter Wechsel des Bolzens von einer Längsseite des Langlochs zur gegenüberliegenden Seite ist nicht möglich! Der Seitenwechsel muss während der Bewegung durch Gleiten auf der Rundung erfolgen können, ansonsten "klemmt" es.

2. Nutzung von Hilfsflächen:

Für die Modellierung der Bewegungskinematik ist es oft gar nicht erforderlich, dass man das Aufeinandergleiten der Körperflächen exakt widerspiegelt. Es genügt die Beschreibung der idealisierten Bahnen der Relativbewegung zwischen den Körpern. Dies soll am Beispiel der Paarung "Bolzen-Langloch" beschrieben werden:

Software CAD - Tutorial - Kinematik - bolzen mit gleitebene.gif
  • In den Bolzen legt man in Längsrichtung eine Ebene.
  • Man kann dafür die Extrusion einer Linie nutzen, wobei man als Ausgabe statt eines "Volumenkörpers" eine "Fläche" wählt. Zuvor skizziert man diese Linie, welche an Quadranten-Punkten des Kreises verankert wird.
  • Die Größe der Ebene begrenzt für die Abhängigkeit "Übergang" die Bewegung.
Software CAD - Tutorial - Kinematik - gleitebene bolzen dialog.gif Software CAD - Tutorial - Kinematik - gleitebene bolzen.gif
Software CAD - Tutorial - Kinematik - gleitebene langloch.gif
  • Da die Ebenen so weit aufeinander gleiten können, wie sie sich noch teilweise berühren, sollte man im Beispiel die Hilfsebene im Langloch nur bis zu den Kreisen der Langloch-Enden führen.
  • Man verankert die Linie entsprechend an den Kreisen.

Hinweise:

  • Das Problem der Mitnahme des jeweils anderen Teils in Längsrichtung der Bewegung wird durch die Hilfsflächen auch nicht gelöst! Ein Mitnahme des anderen Teils erfolgt nur quer zu den Gleitflächen.
  • Entspricht der Bolzen-Durchmesser der Breite des Langloches, so kann man auf die zusätzliche Hilfsflächen zur Bahnzentrierung verzichten. Man kann dann den Übergang direkt zwischen Bolzenmantel und Innenfläche des Langloches definieren.
  • Beliebig gekrümmte Bewegungsbahnen (Gleitfläche für Zylindermantel) kann man mittels Sweeping einer Linie entlang des gekrümmten Pfades gewinnen.